Über mich

Am Verlauf meines eigenen Lebens möchte ich Ihnen ein paar Beispiele für traumatische Erfahrungen geben, wie sie viele Menschen erlebt haben. Wie befreiend es sein kann, inneren Stress aufzulösen und sich ohne unerträglichen Schmerz erinnern oder wieder erinnern zu können, kann man nur selbst erleben und vorallem selbst fühlen. Wir brauchen die Vergangenheit nicht zu verdrängen, vielmehr können wir sie integrieren und dadurch auch noch zu einem spätern Zeitpunkt an unseren vergangenen Erfahrungen wachsen.

 

Stationen meines Lebens - Traumata meines Lebens

 

Mein Leben begann am 1. Januar 1966 in München. Gesundheitlich stark beeinträchtigt durch den Geburts-vorgang (Zangengeburt) verbrachte ich, nach zwei schweren Operationen, mehrere Monate in einem Kinderkrankenhaus, getrennt von den Eltern. Damals hatten die Eltern nur die Möglichkeit ihre Kinder getrennt durch eine Glasscheibe zu besuchen. Man war sich nur wenig bewusst, dass das ein prägendes Erlebnis für einen Säugling ist.

 

Nach und nach gesellten sich drei weitere Geschwister hinzu. Wir wuchsen auf in einer typisch mittelständischen Familie, am Stadtrand von München, mit Eltern, die in ihrer Kindheit durch furchtbare Kriegsereignisse verstört wurden.

 

Schon früh machte ich die Erfahrung, wie traumatisierend ein Familienleben sein kann. Mit 7 Jahren ging ich dann in eine Spieltherapie, da ich wie viele Kinder meiner Zeit auch schulische Probleme hatte. Diese besserten sich und 1987 machte ich, viele Jahre und Erfahrungen reicher, mein Abitur. Gerne bin ich nie zur Schule gegangen. Danach leistete ich Zividienst in einem Altenheim der Caritas und gewann Erkenntnisse über das Altern und den Umgang der Gesellschaft mit diesem Thema.

 

Auf der Suche nach dem "wahren Leben" scheiterte ich oft am Unverständnis meine Umfelds und brach 1995 ein Medizinstudium ab, woraufhin ich viele Jahre in der Alten- und Krankenpflege gearbeitet habe.

 

Auf Grund einer Depression mit Panikattacken, teilweise ausgelöst durch ein überreiztes Nervensystem nach einer  Schröpfbehandlung, begann ich eine Psychotherapie, die ca. drei  Jahre andauerte. Behandelt wurde ich im Rahmen einer Gesprächspsychotherapie nach der Phyllis Krystal-Methode, einer ganzheitlichen spirituellen Technik. Daraufhin besuchte ich dann 1996/1997 auch Seminare von Phyllis Krystal und erlernte die Methode.

 

In den Jahren 2002-2004 absolvierte ich eine technische Ausbildung als Mediengestalter für Bild und Ton an der Macromedia Akademie München. Einige Jahre arbeitete ich daraufhin als Mediengestalter, Fotograf und selbständiger Immobilienmakler.

 

Seit 2009 beschäftige ich mich u.a. mit Hypnoseverfahren und nehme seitdem immer wieder an Workshops teil. Mein großes Interesse am menschlichen Geist und der Funktionsweise des Gehirns (Neuroplastizität) führte mich in neue Bereiche. Ich setzte mich auseinander mit Themen wie der Quantenphysik, der energetischen Psychologie und Spiritualität. Dies entsprach auch sehr meiner medialen Natur und meiner wachsenden Intuition, die mir seitdem auch zugänglicher und verständlicher wurden.

 

Im November 2012 begann ich dann eine Ausbildung in ganzheitlicher Bild- und Gestalttherapie am internationalen Forum Gilching, unter der Leitung von Rudolf Schneider. Der Kurs bot mir u.a. die Gelegenheit auch hier wieder meine eigenen Dramen wahrzunehmen und zu befreien. - Dort absolvierte ich auch erfolgreich den Vorbereitungskurs zum Heilpraktiker für Psychotherapie, bis 2014.

 

Im Jahr 2017 schloß ich, ebenfalls am Forum Gilching, eine fundierte Ausbildung in der EMDR-Traumatherapie  (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ab. Mit Begeisterung für die Möglichkeiten dieser Psychotherapie staune ich von Mal zu Mal mehr über die Erfahrungen, die diese Methode bereit hält.

Raum für Wunder

Eine kleine magische Geschichte!

 

Es ist jetzt mehr als 25 Jahre her, da hatte ich ein Erlebnis, das mein Gemüt stark in Bewegung brachte. Damals wohnte ich noch mit drei Kumpels in einer coolen WG in Planegg bei München. Wir hatten immer viele Freunde zu Besuch und waren ein beliebter Anlaufpunkt für eben diese Freunde, deren Freunde, für Bekannte und deren Bekannte.

 

An einem der vielen Abende in fröhlicher Gesellschaft, unsere Klicke traf sich zu einem ausgelassenen Abend bei einer Freundin, stiegen ungewohnte Gefühle in mir hoch. Inmitten der fröhlichen Runde vertrauter Gesichter fühlte ich mich auf einmal leer, alleine und wohl auch ein bisschen ohne Sinn. Als das Gefühl immer stärker wurde entschloss ich mich nach Hause zu gehen, zur Verwunderung aller Anwesenden, schließlich gehörte ich damals zum harten Kern jeder Feierlichkeit.

 

Nachdenklich ging ich zu Fuß durch unser Viertel, froh die Geräuschkulisse des Feierns verlassen zu haben. Daheim angekommen betrat ich das Haus ohne Licht im Flur einzuschalten, der helle Mond schien zum Fenster herein. Ich zog mich aus bis auf die Boxershort, durchquerte das Wohnzimmer, öffnete die Tür zur Terrasse und betrat den kleinen Garten. Auf der Wiese stehend streckte ich meine Hände zum nächtlichen Himmel empor – einige Wolken standen wie leuchtende Schiffe über den Bäumen – und ich bat Gott, aus einer tiefen Intuition heraus „Bitte Gott zeige mir, was es wirklich heißt zu lieben!“

 

Gerade verließ die letzte Silbe meiner Bitte die Lippen, da erstrahlte vor mir der Himmel hell und eine herrliche Sternschnuppe kreuzte meinen Blick, zog ihre Bahn entlang des Sternenhimmels von links nach rechts, und erlosch so schnell wie Sie in die Atmosphäre eingetreten war.

 

Mein Gott hatte ich mich erschrocken, schnell huschte ich zurück ins dunkle Haus und benötigte erst mal einen kurzen Augenblick, bis sich meine Verwirrung legte. Hatte ich da etwa gerade eine Antwort auf mein Bitten erhalten, sozusagen eine Art göttliche Zustimmung? Es schien wohl so, als war ich mit dem richtigen Ansinnen an Gott herangetreten und hatte sofort ein „Dein Wille geschehe bekommen“, ein bisschen wie der Gini aus der Flasche, der Dir seine Dienste anbietet, nur weil man ein wenig an einer schön verzierten Flasche rubbelt! - Ich will Gott nicht mit einem Flaschengeist vergleichen, aber erst heute weiß ich, ich war Gott nie näher gewesen!

 

Es gab allerdings auch zahlreiche Momente in meinem Leben, in denen mir die selbst ausgesprochene, oder auch göttlich inspirierte Bitte, eher wie eine mahnende Bürde erschien, befand ich mich mal wieder auf einem meiner zahlreichen Abwegen. So war ich doch noch weit entfernt von der Erfüllung meines Wunsches und der Aufstieg zum Gipfel wahrer Liebesfähigkeit schien viel zu beschwerlich, wenn nicht sogar unerreichbar.

 

Heute bin ich über 50 Jahre alt und blicke zurück auf zahlreiche, schöne, wie schmerzliche Erfahrungen. Den Stein der Weisen habe ich nicht gefunden, aber langsam bekomme ich so etwas wie eine Ahnung und weiß, es ist die Spur meines Herzens, der ich folgen kann.

 

Andreas Kodura

 

 

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